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„Augenkontakt vermeiden“

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„Augenkontakt vermeiden“

Ein Elfchen habe ich geschrieben, wegen des Turniers am Sonntag.

Mein zweites Turnier. Im Ergebnis mit gleichem Ergebnis. Im persönlichen Vergleich war meine Leistung jedoch weniger zufrieden stellend:

Verfolgerposition

Ein erfahrungsreicher Tag

Fokussierter trainieren

Augenkontakt vermeiden

Matte prüfen

Dranbleiben

Michael (rot), Erik (blau), Foto von Armin
Michael (rot), Erik (blau), Foto von Armin

Karate besteht aus den drei Bausteinen: Kihon, Kata und Kumite.

Ich verstehe derzeit Kumite so: Kumite ist der einzige mir bekannte Dialog der nicht auf Konsens aus ist. Mit anderen Worten: Einer kann nur gewinnen.  Wenn man Karate traditioneller verstehen möchte, dann sollten man die Shōtō-Niju-Kun (Verhaltensregeln)  mit einbeziehen und dort heißt es eben auch: Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo. Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst. Das mal vorweg.

Augenkontakt vermeiden oder dem Gegner direkt in die Augen schauen? Auf den Fersen drehen oder auf den Ballen? Ist eine Frage des Geschmacks und des Trainings und des Kampfausgangs.

Mir sind zwei Dinge aufgefallen die ich mir nur mit meinen fehlenden Erfahrungen erklären kann. Das eine war die rutschige Matte (niemand ist ausgerutscht und es gab mindestens einen der darauf gewonnen hat . . . ) und den Eindruck, dass ich zu lange und zu intensiven Augenkontakt mit meinem Gegner hatte. Durch diesen Augenkontakt habe ich wesentliche Bewegungen nicht antizipieren können. Die Frage nach dem Blickkontakt kann ich nun aufgrund der praktischen Erfahrung weiterführend bedenken.

Blickkontakt bedeutet für mich heute, Orientierung suchen.

Innerhalb einer chaotischen Situation (Stress, Lampenfieber, Matte rutschige, Erwartungsdruck, warten um dann auf den Punkt genau zu starten, …) Soweit zu mir.

Die Augen sind ein wichtiges Organ. Die Suchergebnisse für Blick- und Augenkontakt sind daher breit gestreut.

Was gibt es in den digitalen Wissensräumen zu lernen und zu verstehen.

Karate und Kumite

Kein direkter Augenkontakt und das ist in diesem Fall klar, mit dem Sensei, bei: Sensei ni rei, weil vom Lehrer keine Gefahr ausgeht.

http://www.yawara-kampffabrik-meiningen.de/nuetzlich01.html

 

Geht es konkret um das Zanshin so ist der Kontakt mit einem Blick zum Gegner elementar. Was logisch denn die Aufmerksamkeit muss ein Ziel haben. Dieses Ziel müssen aber nicht die Augen sein.

http://www.zanshin-karate.ch/name_zanshin-karate-dojo-winterthur.htm

Im Fokus der praktischen Selbstverteidigung und der täglich individuell wahrgenommen Provokationen ist das Weggucken eher Thema und die Bedeutung von Dominanz und Unterdrückung ein Thema. Fazit: Selbstsicherheit ist der Schlüssel zur inneren Ruhe und dem Ertragen von Provokation, die in der Regel nicht mit der eigenen Person zusammenhängt sondern mit dem Aggressor.

Im praktischen Kumite solle es eine Frage der Stilrichtungen sein (JKA/DKV) oder konkreter eine Sache des Training und dem eigenen Empfinden. (Distanzen richtig einschätzen)

http://www.kampfkunst-board.info/forum/f7/kumite-blickkontakt-128394/

http://www.kampfkunst-board.info/forum/f16/blickkontakt-137198/

http://www.kampfkunst-board.info/forum/f16/blickkontakt-137198/#post2661946

Zanshin ist für mich eine sehr gute Orientierung. Bezogen auf den Dialog der auf der Matte stattfindet aber zu grob gefasst.  Ich habe diese zwei Begriffe gefunden, die die Situation im Detail erfassen. Hier nur zwei zitieret Sätze, bitte Link folgen …

„Metsuke bedeutet Blick oder „die Haltung der Augen“ (W. Lind et al. 1995, S.40).“

„Yomi ist das Wahrnehmungsvermögen. Die Wahrnehmung ist besonders wichtig,

um Distanzen richtig einzuschätzen und Rhythmen zu  erkennen und umzusetzen.“

http://www.karate-budo-torgelow.de/downloads/Magisterarbeit.pdf

Reader (allgemein gefasst)

ftp://ftpmirror.your.org/pub/wikimedia/images/wikibooks/de/9/93/Karate.pdf

Das Web

Studie über online Verhalten

Welche Bedeutung die Augen haben können zeigt dieser sehr interessante Versuch. Zwei Gruppen sollen miteinander ein Problem mit Hilfe eines Chatprogramms diskutieren und eine Lösung erarbeiten. Je weniger Bezug zu den Diskutanten bestand desto gröber war die Wortwahl.

In einem zweiten Versuch wurde ebenfalls ein Problem mittelbar diskutiert nur, dass diesmal die Augen von den virtuellen Diskutanten gezeigt wurden. Die Wortwahl wurde versöhnlicher.

http://www.alltagsforschung.de/online-verhalten-fehlender-augenkontakt-fordert-die-pobelkultur/

 Blickkontakt oder nicht

Verhalten und Handeln 

Eine Studie beschreibt, obwohl wir uns nicht kennen suchen wir den Blickkontakt bei zum Beispiel uns entgegen kommenden Spaziergängern. Erhalten wir keinen Blick fühlen wir ein unangenehmes Gefühl.

Studie

http://www.psychologie-heute.de/news/emotion-kognition/detailansicht/news/als_waere_ich_luft/

PDF

http://peter-lohoff.de/doku/koerpersprache.pdf

Also ein Blick sagt mehr als 1.000 Worte aber wenn man mehr als 1.00 Worte nicht auf einmal verarbeiten kann, sollte eine Stufe tiefer geschaut werden. Denn es gibt keinen Konsens bei diesem Dialog.

Nächster Dialog im Dezember, hoffentlich.  Bis dahin, Training verbessert die Technik.  (Fokussierter trainieren )

KaK: Sport

Written by Erik Wegener

30. Januar 2013 um 19:43

Veröffentlicht in Werteforschung

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