Bildungs- & Wirtschaftskommunikation

Bildungs- & Wirtschaftskommunikation, Digitales Gesamtbild, Kommunikation als Kulturvermittlung, Social Media Kommunikation

Was soll ich nur von diesem Google halten?

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Der letzte Satz des Artikels „Mit dem großen wirren Internet hinter der Suchmaschine werden wir uns künftig noch weniger abmühen müssen.“* ist für mich der verständlichste.

Am 9. Januar erschien in der gedruckten Ausgabe des Tagesspiegels, auf der ersten Seite des Kulturteils, der Beitrag: „Tor zur Welt“. Meiner Meinung nach ist der Text ist ein externer Effekt von „Havard für alle“ (Tsp, 7.1.13).

Die Zeit der Web-2.0 Evangelisten ist vorbei, so behaupte ich, dass sich 2012 der online Marketingmarkt sowohl online als auch offline weiter konsolidiert hat. Dadurch verselbständigen sich die Einzeldisziplinen und der Grad an Spezialisierung wächst. Eine bessere Entwicklung für die finanzielle Unabhängigkeit der Arbeitsfelder, eine Verschlechterung, wenn es um das Verständnis der fachlichen Zusammenhänge geht – wer sich nicht interessiert entfernt sich nun aus der Web 2.0 Umlaufbahn. Das Wissen über Web 2.0 ist derzeit soweit fortgeschritten das mancher Kenner jetzt schon nicht mehr den Unterschied zwischen Facebook und Web 2.0 erklären kann. Das „Social Media Prisma“ zum Beispiel kann diese Antwort geben.

Nun ist der Zeitpunkt erreicht, in dem mit den vorhandenen Informationen, Meinungen gemacht werden können. Oftmals sind jedoch die Argumentationskonstruktionen an den offline Stammtischen fachlich so subjektiv, wie ich es nur von politischen oder wirtschaftlichen Stammtischgesprächen kenne. Der oben genannte Artikel spiegelt dies sehr gut wider. Eine Beschreibung von Menschen die an einem analogen Stammtisch sitzen, wahrscheinlich in einer stillen Ecke, acht Menschen, die mal ihre Ruhe auf einer Party haben wollen, sich zu einem informellen Gespräch zurückziehen, um sich wegen des Teufelsding: Google (bitte beachte diese Zwei-Wort-Kombination, SEO-technisch) auf den neusten Stand zu bringen. Da darf dann auch nicht der >>Knowledge Graph<< fehlen, der positiv ausgedrückt, der erste Schritt in Richtung semantische Netze ist. (Für weitere Info zum Thema Semantic Web, siehe unten)  Was eben fehlt um aus der Stammtischecke heraus zu kommen, ist der konstruktive von sich ausgehende Vortrag, es besser gemacht zu haben und ein Best-Practise anzubieten.

Die digitalen und Webinstrumente sind so benutzerfreundlichen geworden, dass jeder Mensch diese mittlerweile benutzen kann. Inhalte produzieren und veröffentlichen ist niemals vorher so einfach gewesen, wie in diesen Tagen. Der Sinn der Maschine ist erfüllt – die Maschine dient dem Menschen. Genau jetzt kommt die Frage, zur richtigen Zeit: Was macht die Maschine mit uns?

Das Bekanntmachen und Bewerben für die digitalen Einsatzmöglichkeiten und dem aktiven Aufruf sich zu bilden und die digitalen Plattformen und digitalen Portale im Sinne einer Web 2.0 Kultur zu nutzen, ist selten oder kommt dann mit dem warnenden Zeigefinger oder in einem kommerziellen/werblichen Zusammenhang. Als das Internet (Web 1.0) laufen lernte, waren Portale von T-Online, Lycos, AOL oder Planet Internet wichtige Impulsgeber, um überhaupt so etwas wie Internet zu erfahren. Geblieben ist so gesehen die Startseite beim Browser. Wenn die erste Seite nach dem Starten nun nicht mehr die eines Medienunternehmens oder Magazins ist, dann wäre dies dienlich für eine selbstverantwortliche Mediennutzung. Keine Irritation durch Fremdeinfluss. Einer Umfrage zu folge starten die meisten mit einer Suchmaschine (siehe Startseiten des Browsers).

Weil dem Anschein nach, das Nachdenken und das Verstehen von audio-visuellen Medien immer noch sehr stark mit dem Medium: Fernsehen verbunden ist, TV kann in vorgefertigter Art Welt-Komplexität reduzieren und spiegelt eine unveränderbare Welt wider. So gesehen, kann dann die Suchmaschine nur eine Nichte des Personal Computers sein.

Dass die Artenvielfalt im Netz erhalten bleiben muss ist klar und dafür sollten wir uns alle einsetzen. Google fördert und strukturiert zur gleichen Zeit diese Vielfalt. (Siehe Google Angebot zu diesem Thema) Eine alte Weisheit ist, das Medien „Dumme dümmer und Kluge klüger macht“, vielleicht/nicht verschärft Google dies – denn » Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.« Jean-Jaques Rousseau (Philosoph, 1712-1778) und googlen beginnt ja mit einer Frage.

Das wirre Internet sehen, ist so wie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

–         * Artikel: Tor zur Welt, Kultur, Tagesspiegel, 9. Januar 2013, Astrid Herbold (Kein Backlink, ich bin ja bereits offline Abonnement der gedruckten Auflage)

–         Google Angebot zum Thema: http://www.thewondersoftheweb.com/

–         Social Media Prisma http://www.ethority.de/uploads/smprisma/de4/smp_de_big.jpg

–         Startseiten des Browsers: http://www.bitkom.org/de/presse/74534_71475.aspx

–         http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Hugo_Show

–         Semantischer Stammtisch im Berlin: http://www.meetup.com/The-Berlin-Semantic-Web-Meetup-Group/

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