Bildungs- & Wirtschaftskommunikation

Bildungs- & Wirtschaftskommunikation, Digitales Gesamtbild, Kommunikation als Kulturvermittlung, Social Media Kommunikation

Gründe für das Scheitern von meinBonifatius

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Die kritische Wahrnehmung der Umwelt ist maßgebend, die Sicht auf die eigenen Fehler unumgänglich. Der kritische Umgang mit dem Scheitern ist wichtig, um daraus zu lernen. Solche Wahrgebungen sind meistens wie auch hier subjektiv.

→ Lösung

  • Das Projekt – das Ziel und den Weg klar verständlich verschriftlichen und verlässlich als Text beschreiben bzw. zugänglich machen.
  • Das Projekt so transparent und offen gestalten, dass die Informationsbeschaffung selbstständig sein kann, sollte erste Priorität sein.
  •   Virtuelle Teams trainieren – den Dialog fördern.
  1. Die Anfängliche Idee war es, einen Gottesdienst in ein Altersheim zu übertragen.  Sozusagen WebTV für das Altersheim – das war der Auftakt. Als aber klar war und das eigentlich nach dem ersten Gespräch, dass es weder die Technik, noch die Kompetenz im Hause gab und von mir auch nicht gebracht werden konnte, versuchte ich etwas zu finden, was dort hinführt. Aus den Erfahrungen, die ich im Sportverein und bei kleineren Kulturveranstaltungen  sammeln durfte,  entstand die Idee, die Gemeindekommunikation zu digitalisieren. Auf den daraus gewonnenen Erfahrungen sollte eine mediale Selbstdarstellung aufgebaut werden. → Das Ziel war von Beginn an unscharf und der Weg sollte das Ziel werden. 
  2. So willkommen wie ich war, war es für mich schwer die Infrastruktur zu akzeptieren. Räume ohne Internetverbindung: ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste Projekt-Präsentation. Eine Redaktion die nicht wusste wie man E-Mails bearbeitet, Pfarrnachrichten, die wie in Schablonen hergestellt wurden. → Wenn schon Ehrenamt, dann sollte es technisch eine Vollausstattung geben und wünschenswert ist auch eine Techniktoleranz in Bereichen die technisch sind.
  3. Wo Menschen zusammenkommen, gibt es immer Egos und das heißt im negativste Fall Neid, Intoleranz und Betrug. → Die Ziele des Projektes müssen klar definiert sein und auch der Weg zum Ziel ist ebenso wichtig. Die bereits bestehenden Positionen aufführen, sie nicht ausschließen und deren Bedeutung mit dem Weg und dem Ziel in Verbindung bringen, damit keine Verdrängung oder Entmachtung verdächtigt wird.
  4. Der Webmaster, der eigentlich der Technische Leiter der Kirchenanlage ist, ist als Autodidakt auf dem neusten Stand. → Gerade in Zwei-Mann-Teams ist es wichtig neue Mitmacher zu akquirieren, dazu gehört es das echte Meilensteine festgelegt werden, die vorab beschlossen werden und erfüllt werden.
  5. Während einer Veranstaltung des Bistums hat ein Mitglied aus dem PGR oder KV sich als Sprecher des Projektes hervor getan. → Das Projekt sollte in einem Expose festgehalten sein, bei einer Einladung oder bei einem Besuch von einer Veranstaltung sollte dieses dem Gastgeber-Team ausgehändigt werden, um unnötige Irritation zu vermeiden.
  6. Es gab eine Gruppe die hat mitgemacht, die Falter der Pfarrnachrichten waren die aktivsten Nutzer von meinBonifatius. → Der Backend-Bereich sollte so strukturiert sein, dass alle die aktiv sind ihre Aktivitäten im Gesamtverhältnis messen können und auch auswerten können.
  7. Pfarrsekretariat war angemeldet, konnte aber den Nutzen nicht erkennen, die technischen Umstellungen nicht nachvollziehen und die systembedingten Übersetzungsfehler nicht verstehen. → Ein Help Desk ist ein absolutes Muss. Im Ideal mit der Möglichkeit ein Screenshot zu versenden.   Eine News-Report als Microsite mit Antwortmöglichkeit.
  8. Regelmässiges Treffen mit Gleichgesinnten. → Die Idee einmal im Monat ein Treffen zu veranstalten, um Web 2.0 zu erklären ist ehrenhaft und sollte weiterhin Ziel sein. Solange „das Ding“ nicht zu 85% läuft, sollten diese Treffen keine Help Desk Treffen sein sondern Orte des Austausches, eher BarCamp eben.
  9. Eine neue Hauptamtliche begann zeitgleich, diese konnte aus dem Stand das Projekt nicht annehmen und tat dies bis zum Ende auch nicht. → Man sollte keine Ressourcen auf die Überzeugung von Menschen verwenden, die nein sagen – aktiv oder auch passiv – das gilt im besonderen für Hauptamtliche.    
  10. Arbeiten in Bereichen, die nur wage etwas mit dem Projekt zu tun haben, ist für das Projekt tödlich und so musste ich eine Erfahrung wiederholen: nur wenige Menschen können auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Vorteil dieser Erfahrung ist, dass ich sehr gut die Qualitäten von ehrenamtlichen Engagement einschätzen kann.

Korrektur: 3. Mai 2012, 23:32 Uhr

Written by Erik Wegener

3. Mai 2012 um 16:39

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